Königreich der Bondagetten Königreich der Bondagetten Königreich der Bondagetten

Hier gibt es ein paar Leseproben aus der Bibliothek des Knebelreichs

Vinctae in Monasterio Antiquo

Autor: Karl Kollar

„Catherina, können Sie mir da bitte hinein helfen?” Birgit hatte aus ihrer Tasche ebenfalls so ein Ledergebilde genommen. Dabei sah sie mit träumerischen Blick abwechselnd auf die Direktorin und ihre Partnerin.

Frau von Taubach schien diese Bitte nicht zu überraschen. „Aber gern.” Sie nahm den Monohandschuh entgegen. [...] Karin sah sehr interessiert zu, wie die Direktorin ziemlich routiniert die Lederhülle an Birgits Armen hoch zog und sie dann nach und nach zuschnürte. Noch mehr faszinierten sie aber die verliebten Blicke, die Birgit dabei mit Alexandra austauschte.

Frau von Taubach legte die Riemen des Handschuhs über die Schulter und schien sie dort zu befestigen. Karin erkannte, das die Lederhülle so nicht von den Armen herunter rutschen konnte. Sie war ziemlich beeindruckt von dem Mut der beiden Frauen. Immerhin war es ihnen so nicht mehr möglich, ihre Arme oder Hände zu benutzen.

„Und was haben Sie heute noch so vor?” In der Stimme der Direktorin lag Neugier.

„Wir wollen heute spazieren gehen und den Tag genießen.” Birgit hatte sehr viel Stolz und Vorfreude in der Stimme. Sie bedankte sich für das Anlegen und ging auf Alexandra zu. Sie sprach leise, aber Karin verstand es. „Sollen wir wirklich?” Es lag einiger Zweifel in ihrer Stimme.

Alexandra schien ebenfalls noch einmal nachzudenken, doch dann hatte sie sich entschlossen. „Ja, wir tun es.”

Glenview

Autor: Dominikus Curator

[...] Doch als er nun mit dem Servierwagen, auf welchen er die Schüsseln mit dem Kartoffelbrei und die Pfanne mit den Steaks geladen hatte, das Esszimmer betrat, sah er, dass sie ihm die Zügel bereits aus der Hand genommen hatte. Sie saß, den Kopf gesenkt, die Augen geschlossen, auf einem zum Fenster gewandten Rollstuhl, den sie wohl aus dem Gerätelager im Anbau geholt hatte. Da sie im rechten Winkel zu ihm saß, konnte er erkennen, dass es sich um keinen gewöhnlichen Rollstuhl handelte.

Dieser hatte nicht wie ein normaler Rollstuhl große Hinterräder, welche der Benutzer bewegen konnte um von der Stelle zu kommen, sondern vier kleine Räder, so dass der Stuhl nicht vom Benutzer bewegt, sondern nur von einer weiteren Person geschoben werden konnte. Ihre Füsse ruhten auf den Fußrasten und waren um die Knöchel mit breiten, gefütterten Ledermanschetten fixiert.

Er trat ein paar Schritte näher und erkannte nun auch den Rest des Arrangements. Zwischen ihren Beinen entsprang ein V-förmiger Lederlatz welcher sich, mit einer halbrunden Aussparung für den Hals, bis über die Schultern erstrecke, wo er hinten am Rollstuhl von zwei Schlössern, ähnlich denen von Sicherheitsguten, gehalten wurde. Die Schlösser waren an zwei Riemen angebracht, welche stramm angezogen werden konnten um den gesamten Oberkörper fest zu fixieren und so ein aufstehen aus dem Rollstuhl unmöglich zu machen. Auf den Armlehnen des Rollstuhls waren ebenfalls gefütterte Ledermanschetten angebracht, doch Jennis Hände ruhten auf ihrem Schoß.

In Craigs Kopf drehte sich alles, was sollte er tun, wie sollte er sich verhalten? Vielleicht eine Minute stand er einfach nur da, unschlüssig, was zu tun sei. Jenni hielt noch immer den Kopf gesenkt, unter ihren geschlossenen Lidern zogen wieder Tränen ihre Bahnen über ihre Wangen.

Im Zimmer herrschte Stille. Er konnte ihren Atem und sein Herz schlagen hören. Dann hatte er seine Entscheidung getroffen. Er ging auf den Rollstuhl zu und nahm sanft Jennis rechte Hand. Er hob sie behutsam an, und platzierte ihr Handgelenk in der geöffneten Ledermanschette auf der rechten Armlehne. Jenni bewegte sich nicht. Er schloss die Ledermanschette um ihr Handgelenk und schob den Verschlussriemen durch die Öse.

Er wiederholte dies mit der linken Hand. Nun trat er hinter den Rollstuhl und zog langsam die Riemen die den Lederlatz hielten stramm, bis sich Jennis Oberkörper an die Rückenlehne presste. Sie hatte noch immer keine Reaktion gezeigt. Nun nahm er den Rollstuhl und schob Jenni zum Tisch. »Lass uns essen, bevor es kalt wird.« [...]

Das Minutenbuch

Autor: Karl Kollar

[...] Andrea zog sich ihren Mantel aus und war gerade dabei, ihn Sabrina hinzuhalten, als diese weiter sprach. »Ich bin schon wieder unhöflich, aber ich muß sie bitten, Ihren Mantel selber auf zuhängen. Mit meinen Handschuhen kann ich leider nicht zufassen.«

Andrea blickte auf die die schwarzen Handschuh und ihr wurde etwas unheimlich. »Sind sie allein hier?« In ihrer Stimme klang sowohl Neugier als auch Besorgnis.

Sabrina schien dies zu spüren. Sie erzählte sofort, das sonst immer Christina da wäre, um sich um sie zu kümmern. »Ausgerechnet heute sind sie weg und ich weiß nicht, was los ist.«

»Es ist auch sehr schlechtes Wetter draußen.« Andrea wußte nichts Besseres zu sagen.

»Darf ich Ihnen etwas zu trinken anbieten?« [...]

»Ein heißer Kaffee wäre jetzt nichts schlecht.« Dann stutzte Andrea etwas und blickte auf Sabrinas Handschuhe. Diese wurde verlegen. Andrea wollte ihr helfen. »Wenn Sie mir alles zeigen, dann kann ich mich auch selber bedienen.«

Jetzt war es an Sabrina, erleichtert zu sein. »Das wäre sehr nett, es war nicht geplant, das ich etwas tun müßte. Dann würde ich die Handschuhe nicht tragen.

Sabrina ging voraus in die Küche und dabei konnte Andrea beobachten, wie sie an dem Seil oben an dem Schienensystem befestigt war und den Schlitten hinter sich her zog. Sie brannte vor Neugier, gleichzeitig sagte ihr aber ihr Verstand, das sie jetzt dazu nichts fragen durfte.

Die Kaffeemaschine stand auf dem Küchenschrank und Sabrina zeigte ihr den Schrank mit den Kaffeesachen. Andrea machte sich sofort daran, die Kaffeemaschine mit Wasser und Kaffeepulver zu versorgen. Aus dem Augenwinkel beobachtete sie Sabrina, wie diese sich abmühte, etwas aus dem Schrank zu holen.

Andrea vesuchte jetzt ganz vorsichtig, die ersten richtigen Fragen zu stellen. »Ich habe gelesen, sie hatten einen ganz schweren Unfall...«

Sabrina nickte leicht. »Ich habe dabei meine Eltern verloren.« Sie machte eine kleine Pause. »Aber das wissen Sie ja sicher.«

Andrea schwieg einen Moment, während die Kaffeemaschine leise zu gluckern begann. Immer wieder blickte sie auf die Handschuhe. »Ihre Hände...« Andrea mußte schlucken, »Ich meine, wie schreiben sie ihre Romane?« Es fiel ihr Schwer, diese Frage zu stellen.

Jetzt war es an Sabrina, verlegen zu werden. »Ach so, verzeihen Sie bitte, das hätten Sie gar nicht sehen sollen.« Sie machte eine Pause und das Sprechen fiel ihr schwer. »Meine Hände sind wieder vollkommen in Ordnung.«

Sie machte eine kleine Pause, dann blickte sie etwas ängstlich und scheu. Sie rang mit sich, dann schien sie einen Entschluß gefaßt zu haben.

»Was solls, ich muß Ihnen eh vertrauen.« Sie versuchte, die Ärmel ihre Joggingjacke hoch zukrempeln, aber selbst das ging nicht. Sie gab auf. »Das sind spezielle Handschuhe, extra für mich angefertigt. Sie sind noch aus der Zeit kurz nach dem Unfall. Sie wirken wie ein Gipsverband, kommen Sie, fassen Sie sie ruhig mal an.

Sabrinas Arm zitterte fast, als sie ihn zu Andrea hinstreckte. Und wirklich, Andrea spürte nur eine dünne Schicht Leder und darunter etwas hartes.

Sabrina bat Andrea, die Ärmel hoch zu krempeln und mit zitternden Händen kam Andrea dieser Bitte nach. Was zum Vorschein kam, überraschte Andrea noch mehr. Die Handschuhe reichten bis zum Ellenbogen und waren über die ganz Länge total steif. Deutlich waren die Schnallen zu sehen, mit denen sie geschlossen waren und was Andrea noch mehr erschauderte, jede der drei Schnallen war auch noch mit einem winzigen Schloß abgeschlossen. [...]

Das Bondage Internat

Autor: Karl Kollar

»Gut, dann möchte ich dir dein Zimmer zeigen.«. Beide Frauen standen auf und verließen das Büro. Die Baronin ging voraus durch die Eingangshalle in den linken Teil des Schlosses. Sie öffnete die erste Tür auf der rechten Seite und beide Frauen traten in das kleine Zimmer, welches Jenni für zwei Wochen beherbergen sollte.

»Paß bitte auf, diese Tür läßt sich von innen nicht öffnen.[...]

Voller Vorfreude trat Jenni ehrfürchtig in Ihr Quartier für die nächsten zwei Wochen ein. Auf den ersten Blick sah es aus wie ein normales Hotelzimmer. Sie trat vor und sah sofort die Besonderheiten des Bettes. Rings um das Bett verlief eine Reihe von kleinen Metallösen, über dessen Zweck es keinen Zweifel gab und auf beiden Nachtschränken lag jeweils ein roter Ballknebel. Jenni wagte fast nicht zu atmen.

»Öffne mal den Nachtschrank!«, schlug die Baronin vor. Jenni ging an das Kopfende des Bettes und zog die obere Schublade auf. Sie konnte auf den ersten Blick erkennen, was sich dort drin noch alles verbarg: ein paar einfache Ballknebel in unterschiedlichen Größen, ein Knebelgeschirr, ein Pumpknebel, mehrere weiße Nylonseile, Hand- und Fußmanschetten sowie diverse Vibratoren. Jenni’s Augen leuchteten erwartungsvoll.

Wildfire - Die Abenteuer eines Ponygirls

Autor: Manuel Weber

Wieder trabt Wildfire vor mir, wir fahren ruhige Wege entlang, fast niemand kommt uns entgegen an diesem so schönen strahlenden Sommertag, ab und zu mal ein Fremder, fast alle blicken anerkennend auf mein stolzes Pferdchen, ich höre auch mal... »Ein wirklich ausgesucht schönes Pony haben Sie hier, und so wohlerzogen!« - ein Mädchen, das uns auf einem Fahrrad entgegenkommt, bleibt überrascht stehen, starrt, wartet, bis wir beide vorbeigefahren sind, dann überholt sie uns und wartet wieder, starrt erneut...

Ja, das, was sie da zu sehen bekommt, ist ja auch nicht von schlechten Eltern, sozusagen! Mein Wildfire ist schön eingeschirrt, fest ist die Deichsel am Gürtel des Geschirrs befestigt, viele Lagen fester Lederriemen umschließen ganz eng Deinen hübschen Körper, den ich so liebe, ach, was sage ich da, ich liebe doch auch und sogar fast mehr das Herz, die Gefühle dieses lieben Pferdchens zu mir, von denen wir ja in der vergangenen Zeit so viele Beispiele kennenlernen durften.

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